Die Idee

Sportsgeist gegen Langeweile

Ihr Alltag findet im großstädtischen Nichts statt. Zwischen schmutzigem Asphalt und grauem Beton. Zwischen Trost- und Perspektivlosigkeit. Zwischen Langeweile und Frustration. Und weil die Alternativen im Kiez fehlen, sehen sie in Gewalt und Zerstörung häufig die einzige Freizeitbeschäftigung.

Sie stammen aus sozial schwachen Familien. Oft fehlt nicht nur das Geld, sondern auch die gesellschaftliche Anerkennung. Während andere Junge Menschen um die Häuser ziehen, hängen sie auf der Straße rum. Drogen und Alkohol dienen vielen von ihnen als billiger Zeitvertreib und Fluchtwerkzeug vor der Realität.

Als Verlierer geboren wird keiner von Ihnen. Diese jungen Menschen deshalb nicht aufzugeben, ihnen eine Alternative zum Nichts zu bieten, der Perspektivlosigkeit nicht das Feld und die Jugendlichen nicht sich selbst zu überlassen, das war und ist unsere Motivation für den MitternachtsSport. 

Nach Vorbildern aus den Ghettos US-amerikanischer Großstädte und französischen Banlieues initiierte Jugendsozialarbeiter Ismail Öner 2007 ein bis dahin einzigartiges Projekt in der Hauptstadt: Kostenlose Sportangebote in öffentlichen Sportanlagen bis in die frühen Morgenstunden. Der MitternachtsSport war geboren 

Fairplay gegen Frustration

Der MitternachtsSport beantwortet das Gesetz der Straße mit den Regeln des Fairplay. Er begegnet Rivalität und Vorurteilen mit Respekt und Toleranz. Er bietet eine Alternative zur Alternativlosigkeit. 

Der Erfolg gibt uns Recht: Woche für Woche nehmen über 200 Jugendliche mit rund 40 Nationalitäten das Angebot des MitternachtsSports wahr – und die Zahl jugendlicher Straftaten ist deutlich zurückgegangen. 

Doch der MitternachtsSport bietet nicht nur Sport als Freizeitbeschäftigung und gemeinsame Erlebnisse auf Augenhöhe. Das besondere Vertrauen zwischen den Jugendlichen und dem Team des MitternachtsSports ermöglicht darüber hinaus eine intensive sozialpädagogische Betreuung der jungen Menschen. 

Sich den alltäglichen Herausforderungen und besonderen Problemen der Jugendlichen gemeinsam zu stellen, sie auf dem Weg von der Straße zurück in die Mitte der Gesellschaft zu begleiten, ihnen neue Chancen und Möglichkeiten zu eröffnen und zu Eigeninitiative und Engagement zu motivieren – das weckt unseren sportlichen und persönlichen Ehrgeiz.